Vorbilder
Business Improvement Districts sind private Initiativen in städtischen Zentrenlagen, die gemeinsam mit dem Staat Maßnahmen zur Verbesserung ihres Quartiers umsetzen. Meist kooperieren Grundeigentümer zur Aufwertung öffenlicher Räume, zur Umsetzung von Marketingkonzepten oder zusätzlicher Reinigungs- und Serviceleistungen auf der Straße.
Mit Hilfe von Business Improvement Districts (BIDs) lässt sich ein altes ökonomisches Problem lösen: Das sogenannte Freerider oder Trittbrettfahrerproblem. In einem begrenzten ökonomischen Rahmen (hier: ein Quartier) investiert häufig nur eine Minderheit in allgemein zugängliche Güter wie Licht, Sauberkeit oder ähnliches. Die Anderen profitieren, ohne zu bezahlen. In BIDs finanzieren private Akteure Maßnahmen im öffentlichen Raum. Dank ihrer gesetzlichen Regelung können Private und der Staat so kooperieren, dass auch eine nicht kooperationswillige Minderheit in die Umsetzung von Maßnahmen einbezogen werden kann.
BIDs wurden vor ca. 40 Jahren in Kanada, Toronto geboren. Mittlerweile gibt es in Nordamerika rund 1.000 BID-Projekte. Auch in Südamerika, Australien und Europa wurden BID-Gesetze verfasst. Mehr zur internationalen Entwicklung von BIDs können Sie in diesem Artikel von Llorlene Hoyt erfahren.


